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Dann
wurde ich schwanger, unsere Tochter kam zur Welt und ich war
hingerissen! Dieser kleine Schmollmund, diese winzige Nase, dieses
runde Kinn! Anfangs lag sie nur und ich war ganz darin vertieft, jede
einzelne Position festzuhalten. Ich konnte mich kaum lösen... Sie
wuchs so furchtbar schnell. Jeden Tag war sie größer als am
vorangegangenen. Sie wurde immer wacher, immer neugieriger. Der erste
Haarflaum begann auszufallen - der Haarflaum, den ich am Tag nach der
Entbindung beim Stillen so verzückt streichelte! Ich verzweifelte
fast an dem Versuch, diese Zeit festzuhalten. Es war, als rinne sie
mir wie Sand durch die Finger. Bald würde sie unwiederbringlich
verloren, mein klitzekleines Mädchen schon ein Kleinkind sein. Mein
Auslöser lief heiß.
Und dann kam er, der
Zeitpunkt, an dem sie das erste Mal vor Freude richtig gluckste. Mein
Herz tat einen Sprung. Dieser Moment war so wundervoll und für mich
tief bewegend - wenn ich je ein Lachen festhalten wollte, das man
über das Bild hinaus hören und fühlen könnte - dann dieses!
Ich hatte die Kamera (ich hatte inzwischen wieder eine neue gekauft)
stets dabei, um immer vorbereitet zu sein. Nur ein einziges Mal würde
unser Krümel so winzig sein. Und nur ein einziges Mal könnte ich
eines ihrer ersten Lachen festhalten - in ein paar Monaten wäre es zu
spät. Nicht minder schön, ganz sicher - aber eben nicht mehr eines
der ersten.
Irgendwann habe ich es
schließlich zum ersten Mal geschafft. Das Bild gelang und lange saß
ich davor und konnte mir selbst ein Grinsen nicht verkneifen. Hier war
das wohl schönste Lachen der Welt für mich und ich hatte es. Fest.
Ich wusste, dass ich es mir auch in 20, 30 Jahren noch anschauen
könnte und immer wieder dieses erste Glucksen dabei hören würde.

>> AnBa